Stell dir vor, du stehst vor einer wichtigen Aufgabe – einem schwierigen Gespräch, einer Prüfung, einem Auftritt. Du weißt eigentlich, was zu tun ist. Und trotzdem fühlt es sich an, als würde dir etwas fehlen: eine ruhige Hand, ein klarer Kopf, ein bisschen mehr Selbstsicherheit. Und dann kommt vielleicht dieser Gedanke: „Wie würde das eigentlich jemand machen, den ich bewundere?“
Genau an diesem Gedanken setzt die Mentorentechnik an. Sie ist eine erlebnisorientierte Übung aus dem NLP, mit der du dir die Ressourcen deiner Vorbilder buchstäblich ausleihst – und sie zu deinen eigenen machst. In diesem Artikel erfährst du, was die Mentorentechnik ist, warum sie funktioniert, wie sie Schritt für Schritt abläuft und wie du dir mit ihr einen verlässlichen inneren Mentor aufbaust.
Du musst das Rad nicht neu erfinden. Die Stärke, die du suchst, hat vor dir schon jemand gelebt – und ein Teil davon steckt bereits in dir.
Was ist die Mentorentechnik?
Die Mentorentechnik ist eine Ressourcen-Übung. Ihr Ziel ist es, dir für ein konkretes Anliegen – ein Ziel, das du erreichen, oder ein Problem, das du lösen möchtest – genau die inneren Zustände verfügbar zu machen, die dir dabei helfen. Solche Zustände nennt man im NLP Ressourcen: Ruhe, Mut, Klarheit, Gelassenheit, Zuversicht, Humor, Entschlossenheit.
Der Clou: Diese Ressourcen holst du dir nicht aus dem Nichts, sondern über Mentoren – Menschen oder Figuren, die genau das verkörpern, was du brauchst. Du versetzt dich nacheinander in ihre Haltung und Energie, sammelst die Stärken, die sie ausstrahlen, an einem eigenen Platz und nimmst sie von dort ganz bewusst in dich auf. Am Ende steht ein Gefühl von innerer Fülle – und eine Aufgabe, die sich plötzlich machbar anfühlt.
Der Begriff innerer Mentor beschreibt das Ergebnis dieser Arbeit: eine hilfreiche innere Instanz, die dir Rat, Rückhalt und Zuversicht gibt – so, wie es ein guter Lehrer, eine kluge Großmutter oder ein wohlwollendes Vorbild im Außen tun würde. Mit etwas Übung meldet sich dieser innere Mentor von selbst, wenn du seine Kraft brauchst.
Auf den Punkt: Die Mentorentechnik nutzt die Stärken deiner Vorbilder als „Brücke“ zu deinen eigenen Ressourcen. Du leihst dir nicht die Person – du aktivierst das, was diese Person in dir anspricht.
Warum funktioniert das? Die Idee dahinter
Auf den ersten Blick klingt es fast zu einfach: sich in ein Vorbild hineinversetzen und stärker wieder herauskommen. Doch dahinter steckt eine tragende Idee des NLP. Eine der zentralen NLP-Grundannahmen lautet: Jeder Mensch trägt die Ressourcen, die er braucht, bereits in sich. Wir haben nur nicht immer Zugang zu ihnen – gerade unter Druck geraten Ruhe und Zuversicht schnell aus dem Blick.
Ein Mentor wirkt hier wie ein Schlüssel. Wenn du dich in die Gelassenheit eines Menschen hineinversetzt, den du als gelassen erlebst, dann erzeugst du selbst dieses Gefühl in deinem Körper. Du könntest es gar nicht nachempfinden, wenn du es nicht kennen würdest. Genau das zeigt: Die Ressource war die ganze Zeit da – der Mentor hilft dir nur, die Tür zu ihr zu öffnen.
Diese Arbeit mit dem Körper ist kein Zufall. Haltung, Atmung und Bewegung sind eng mit unseren Gefühlen verknüpft – ein Zusammenhang, den man im Coaching als Embodiment bezeichnet. Wer die aufrechte, ruhige Körperhaltung eines Vorbilds einnimmt, spürt oft schon nach wenigen Sekunden, wie sich der innere Zustand verändert.
Und noch etwas wächst dabei: das Vertrauen, eine Situation aus eigener Kraft meistern zu können. Diese Überzeugung nennt die Psychologie Selbstwirksamkeit – und sie ist einer der besten Schutzfaktoren gegen Stress und Selbstzweifel.
Mentorentechnik und Modelling: der feine Unterschied
Die Mentorentechnik ist eng verwandt mit einer anderen NLP-Methode, dem Modelling – und doch verfolgen beide unterschiedliche Ziele.
- Modelling ist analytisch: Du untersuchst, wie genau ein Vorbild etwas macht – welche Schritte, welche inneren Strategien, welche Überzeugungen dahinterstehen –, um dieses Vorgehen selbst nachzubilden. Es geht um das Wie.
- Die Mentorentechnik ist erlebnisorientiert: Du holst dir vor allem die innere Haltung und Energie eines Mentors, um deine eigenen Ressourcen zu aktivieren. Es geht um die Kraft dahinter.
Beides ergänzt sich wunderbar. Modelling zeigt dir den Weg, die Mentorentechnik gibt dir die Energie, ihn zu gehen. In der Praxis nutze ich sie oft dann, wenn jemand eigentlich weiß, was zu tun ist – ihm aber die innere Sicherheit fehlt, es auch wirklich zu tun.
Wann die Mentorentechnik hilft
Die Technik ist erstaunlich vielseitig, weil du die passenden Ressourcen jedes Mal neu wählst. Typische Anlässe aus meiner Coaching-Praxis:
- Vor herausfordernden Gesprächen: ein Gehaltsgespräch, ein Konfliktgespräch, eine Präsentation – wenn du dir Ruhe und Klarheit wünschst.
- Bei anstehenden Entscheidungen: wenn du zwischen Optionen schwankst und mehr innere Sicherheit brauchst. Wie du zusätzlich Struktur in solche Situationen bringst, liest du in Entscheidungen treffen.
- In Phasen der Selbstzweifel: wenn eine kritische innere Stimme lauter ist als dein Zutrauen. Hier ist die Mentorentechnik ein direktes Gegenmittel – dazu gleich mehr.
- Zum Aufbau von Widerstandskraft: als wiederkehrende Übung, um in belastenden Zeiten handlungsfähig zu bleiben – ein Baustein von Resilienz.
- Vor Auftritten und Prüfungen: wenn Nervosität den Zugang zu deinem Können blockiert.
Wichtig zu wissen: Die Mentorentechnik ersetzt keine echte Vorbereitung. Sie sorgt dafür, dass du im entscheidenden Moment Zugang zu deinem Können hast – sie zaubert kein Wissen herbei, das nicht da ist.
Schritt 1: Das Anliegen und die Mentoren wählen
Bevor die eigentliche Übung beginnt, klärst du zwei Dinge: Worum geht es, und wer soll dir helfen.
Formuliere zunächst dein Anliegen so konkret wie möglich: nicht „Ich will selbstbewusster sein“, sondern „Ich möchte im Meeting am Donnerstag ruhig und klar meinen Standpunkt vertreten.“ Je greifbarer die Situation, desto leichter erkennst du, welche Ressourcen dir fehlen.
Dann wählst du deine Mentoren. Das ist der schönste Teil, denn hier bist du völlig frei:
- Reale Menschen aus deinem Leben: ein Großvater, eine Lehrerin, eine frühere Chefin, ein Freund – jemand, der die gewünschte Qualität für dich verkörpert.
- Historische oder öffentliche Persönlichkeiten, deren Haltung dich beeindruckt.
- Figuren aus Film, Buch oder Mythologie – auch sie tragen klare Qualitäten in sich.
- Symbole oder Tiere, etwa ein ruhender Baum oder ein würdevoller Adler.
Du kannst einen einzigen Mentor wählen – oder mehrere, wenn dein Anliegen unterschiedliche Ressourcen braucht. Entscheidend ist nicht, ob das Vorbild real ist, sondern dass es genau die Kraft ausstrahlt, die du dir wünschst.
Schritt 2: Die Mentorentechnik Schritt für Schritt
Klassisch arbeitet man mit Bodenankern: Du markierst mehrere Positionen im Raum – etwa mit Blättern Papier oder Kissen – und wechselst körperlich zwischen ihnen hin und her. Jede Position steht für einen eigenen Zustand. Zwischen den Positionen liegt jeweils ein kurzer Separator: Du schüttelst dich aus, gehst ein paar Schritte, atmest durch – so trennst du die Zustände sauber voneinander.
Die räumliche Trennung ist übrigens dieselbe Grundidee, die auch anderen NLP-Formaten wie den Wahrnehmungspositionen oder der Walt-Disney-Strategie zugrunde liegt: Verschiedene Perspektiven bekommen verschiedene Orte.
Position 1 – Ziel oder Problem (Ausgangssituation)
Du stellst dich auf den Bodenanker deines Anliegens und gehst voll hinein: Wie fühlt sich die Situation jetzt an, mit allem, was fehlt? Diese Position zeigt den Ausgangspunkt – ehrlich und ohne Schönfärberei. Dann folgt ein Separator und der Wechsel zur nächsten Position.
Position 2 – Der Mentor
Auf diesem Bodenanker schlüpfst du in die Rolle und die Energie deines gewählten Mentors. Nimm seine Haltung ein, atme wie er, spüre seine Präsenz. Aus dieser Rolle heraus „sendest“ du nun die entscheidenden Ressourcen – Gelassenheit, Mut, Klarheit – auf einen dritten Platz, den Ressourcenplatz. Danach: Separator und Wechsel.
Hilfreiche Fragen in der Mentor-Position
- Wie steht, atmet und blickt dieser Mensch?
- Welche Haltung hat er gegenüber Herausforderungen?
- Welche eine Ressource würde er mir vor allem schenken?
Position 3 – Meta-Ebene und Öko-Check
Von einer erhöhten, neutralen Warte aus überblickst du den ganzen Prozess. Hier wahrst du bewusst Distanz und prüfst: Was habe ich in den Positionen zuvor gespürt? Reichen die Ressourcen des ersten Mentors schon aus? Gibt es Einwände – einen Teil in mir, der etwas dagegen hat? Diesen wohlwollenden Blick auf die Ökologie nennt man Öko-Check.
Reichen die Ressourcen noch nicht, holst du dir über einen zweiten oder dritten Mentor weitere Kraft auf den Ressourcenplatz – und kehrst danach jeweils zur Meta-Ebene zurück, um erneut zu prüfen.
Position 4 – Der Ressourcenplatz
Das ist die Schlüsselposition. Du stellst dich auf den Platz, an den deine Mentoren all ihre Ressourcen gesendet haben – und nimmst sie nun Stück für Stück, in deinem eigenen Tempo, ganz in dich auf. Lass dir Zeit. Spüre, wie sich jede einzelne Ressource in deinem Körper verankert. Vergewissere dich, dass wirklich jede Kraft in dir angekommen ist, bevor du weitergehst.
Position 5 – Ziel oder Problem (Endsituation)
Du kehrst zurück auf deinen Anliegen-Platz – jetzt aber mit allen aufgenommenen Ressourcen. Geh wieder voll in die Wahrnehmung: Wie fühlt sich deine Situation nun an? Meist verändert sich das Erleben deutlich. Über einen Future Pace stellst du dir die zukünftige Situation lebhaft vor und prüfst, ob sich alles stimmig anfühlt. Wenn ja: Zelebriere diesen Moment – und ankere das gute Gefühl, damit du es später leicht wieder abrufen kannst.
Kurz gefasst: Ausgangslage spüren → Mentor werden und Ressourcen senden → von der Meta-Ebene prüfen → Ressourcen am Ressourcenplatz aufnehmen → mit neuer Kraft in die Situation zurückkehren und verankern.
Der Ankereffekt: warum der letzte Schritt so wichtig ist
Der abschließende Anker ist kein schmückendes Beiwerk, sondern das, was die Wirkung alltagstauglich macht. Ein Anker ist im NLP ein Reiz – eine Geste, ein Wort, eine Berührung –, der mit einem bestimmten Gefühlszustand verknüpft wird. Ist die Verknüpfung einmal gebahnt, genügt später der Reiz, um den Zustand wieder auszulösen.
Bei der Mentorentechnik setzt du diesen Anker im Moment größter innerer Fülle – wenn alle Ressourcen aufgenommen sind und sich dein Anliegen leicht anfühlt. Drückst du dann etwa Daumen und Zeigefinger zusammen, kannst du dir mit genau dieser Geste später, mitten im Meeting oder vor der Prüfung, deinen inneren Mentor zurückholen. So wird aus einer einmaligen Übung eine Ressource, die du jederzeit dabei hast.
Ein Beispiel aus der Praxis
Nehmen wir Jana, eine Teamleiterin, die vor einer heiklen Personalentscheidung steht. Ihr Anliegen: „Ich möchte das Gespräch klar und zugleich menschlich führen.“ In Position 1 spürt sie vor allem Anspannung und die Sorge, zu hart oder zu weich zu wirken.
Als Mentoren wählt sie zwei Menschen: ihre frühere Ausbilderin, die für ruhige Klarheit stand, und ihren Großvater, der immer eine warme Verbindlichkeit ausstrahlte. In Position 2 nimmt sie nacheinander deren Haltung ein – die aufrechte, gelassene Präsenz der Ausbilderin, den freundlichen, festen Blick des Großvaters – und sendet beide Qualitäten auf den Ressourcenplatz.
Auf der Meta-Ebene bemerkt sie einen leisen Einwand: „Und wenn das Gespräch eskaliert?“ Also holt sie sich von einem dritten Mentor noch Gelassenheit unter Druck dazu. Am Ressourcenplatz nimmt sie alle drei Ressourcen langsam in sich auf. Zurück in Position 5 fühlt sich das Gespräch nicht mehr bedrohlich an, sondern machbar. Sie ankert das Gefühl mit einer ruhigen Hand auf dem Brustbein – und nutzt genau diese Geste am nächsten Tag, kurz bevor sie den Besprechungsraum betritt.
Ich habe mir nicht vorgestellt, jemand anderes zu sein. Ich habe mir erlaubt, das Beste, was ich an anderen bewundere, in mir selbst zu finden.
Die Mentorentechnik für dich allein: eine Kurzversion
Du brauchst nicht immer den vollen Raumaufbau. Für den Alltag eignet sich eine kompakte Variante, die du still für dich machen kannst – im Sitzen, mit geschlossenen Augen:
In fünf Minuten zum inneren Mentor
So gehst du vor
- Anliegen benennen: Welche Situation steht an, und welche eine Ressource fehlt dir am meisten?
- Mentor rufen: Stell dir ein Vorbild vor, das diese Ressource verkörpert. Sieh es vor dir, höre seine Stimme, spüre seine Haltung.
- Haltung übernehmen: Richte deinen Körper so aus, wie es dein Mentor tun würde. Atme ruhig. Lass das Gefühl wachsen.
- Aufnehmen: Stell dir vor, wie die Ressource als warmes Licht oder Farbe in dich einströmt und sich in deinem Körper festigt.
- Ankern: Im stärksten Moment eine kleine Geste setzen – dein Knüpfpunkt für später.
Diese Kurzform ist eine feine Ergänzung zu anderen mentalen Werkzeugen wie der Selbsthypnose oder der Arbeit mit inneren Bildern. Je häufiger du sie nutzt, desto schneller ist dein innerer Mentor abrufbar.
Innerer Kritiker, innerer Mentor: vom Gegner zum Verbündeten
Ein besonders schönes Einsatzfeld ist der Umgang mit Selbstkritik. Viele Menschen kennen eine strenge innere Stimme, die im entscheidenden Moment zweifelt oder abwertet. Die Mentorentechnik stellt dieser Stimme etwas entgegen: einen wohlwollenden inneren Mentor, der Rückmeldung gibt – aber im Ton eines guten Lehrers, nicht eines Richters.
Statt den inneren Kritiker zum Schweigen zwingen zu wollen, gibst du ihm einen Gegenpart: eine Stimme, die dir Stärke und Zutrauen schenkt. Mit der Zeit rückt der innere Mentor an die Stelle, an der früher nur der Zweifel war – und das verändert nicht nur einzelne Situationen, sondern nach und nach dein Selbstwertgefühl.
Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest
Die Mentorentechnik ist einfach, aber ein paar Stolpersteine begegnen mir immer wieder:
- Zu vage bleiben: „Irgendwie stärker werden“ reicht nicht. Je konkreter Anliegen und Ressource, desto klarer die Wirkung.
- Die Ressourcen nicht wirklich aufnehmen: Der Ressourcenplatz wird oft zu schnell durchlaufen. Nimm dir Zeit, jede Kraft spürbar in dich hineinzulassen.
- Den Öko-Check überspringen: Wenn ein innerer Einwand ungehört bleibt, sabotiert er später die Wirkung. Nimm Einwände ernst – sie zeigen, welche Ressource noch fehlt.
- Sich in den Mentor „verlieren“: Es geht nicht darum, jemand anderes zu werden, sondern das Beste des Vorbilds in dir selbst zu wecken. Am Ende stehst du gestärkt – als du selbst.
- Den Anker vergessen: Ohne Anker verpufft die Wirkung schneller. Der letzte Schritt macht die Übung alltagstauglich.
Grenzen: Coaching ist kein Therapieersatz
So wirkungsvoll die Mentorentechnik ist – sie ist ein Coaching-Werkzeug für gesunde Menschen, die sich weiterentwickeln und für konkrete Herausforderungen stärken möchten. Sie ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.
Bei tiefer sitzenden Themen – anhaltenden Ängsten, Traumafolgen, depressiven Verstimmungen – gehört die Begleitung in fachkundige Hände. Gute Arbeit erkennst du auch daran, dass sie diese Grenze respektiert. Im Zweifel gilt: erst abklären, dann coachen.
Fazit: Deine Vorbilder als Kraftquelle
Die Mentorentechnik macht eine einfache, aber tiefe Wahrheit nutzbar: Was wir an anderen bewundern, ist oft ein Spiegel dessen, was auch in uns angelegt ist. Indem du dich in die Haltung deiner Mentoren hineinversetzt, ihre Ressourcen sammelst und ganz in dich aufnimmst, baust du dir einen inneren Mentor – eine verlässliche Kraftquelle für die Momente, in denen du sie brauchst.
Fang mit einem einzigen Anliegen und einem einzigen Mentor an. Geh die Schritte in Ruhe durch, nimm dir Zeit am Ressourcenplatz und vergiss den Anker nicht. Mit jeder Wiederholung wird dein innerer Mentor präsenter – bis er selbstverständlich zu dir gehört.
Ein guter Mentor gibt dir nicht seine Antworten. Er hilft dir, deine eigene Stärke zu finden.
Häufige Fragen zur Mentorentechnik
Was ist die Mentorentechnik?
Die Mentorentechnik ist eine Ressourcen-Übung aus dem NLP. Du wählst zu einem Ziel oder Problem einen oder mehrere Mentoren – reale, historische oder erdachte Vorbilder – und versetzt dich nacheinander in ihre Haltung und Energie. Die Stärken, die du dabei spürst, sammelst du an einem eigenen Ressourcenplatz und nimmst sie von dort bewusst in dich auf. So aktivierst du gezielt innere Ressourcen wie Ruhe, Mut oder Klarheit für deine konkrete Situation.
Was ist ein innerer Mentor?
Ein innerer Mentor ist eine hilfreiche innere Instanz, die dir Rückhalt, Rat und Zuversicht gibt – so wie es ein guter Lehrer oder ein Vorbild im Außen tun würde. In der Mentorentechnik baust du diese Instanz bewusst auf, indem du dich in die Ressourcen eines gewählten Vorbilds hineinversetzt. Mit etwas Übung meldet sich dieser innere Mentor immer dann, wenn du seine Stärke brauchst.
Wen kann ich als Mentor wählen?
Alles, was für dich Kraft ausstrahlt: eine reale Person wie ein Großvater, eine Lehrerin oder eine Chefin, eine historische Persönlichkeit, eine Figur aus Film oder Buch – oder auch ein Tier oder ein Symbol. Entscheidend ist nicht, ob das Vorbild real ist, sondern dass es genau die Ressource verkörpert, die du für dein Ziel brauchst.
Was ist der Unterschied zwischen Mentorentechnik und Modelling?
Beim Modelling geht es darum, das konkrete Vorgehen eines Vorbilds zu analysieren und nachzubilden – also zu verstehen, wie jemand etwas Bestimmtes macht. Die Mentorentechnik ist erlebnisorientiert: Hier holst du dir vor allem die innere Haltung und Energie eines Mentors, um deine eigenen Ressourcen zu aktivieren. Modelling fragt nach dem Wie, die Mentorentechnik nach der Kraft dahinter.
Kann ich die Mentorentechnik allein üben?
Ja. Du kannst die Positionen mit Bodenankern im Raum markieren und die Übung für dich durchgehen oder sie rein in der Vorstellung machen. Anfangs ist die Begleitung durch einen Coach hilfreich, weil er den Prozess führt, den Ökologie-Check im Blick behält und dafür sorgt, dass du die Ressourcen wirklich vollständig aufnimmst. Danach lässt sich die Kurzversion gut allein nutzen.
Für wen ist die Mentorentechnik geeignet?
Die Mentorentechnik eignet sich für gesunde Menschen, die sich für ein konkretes Ziel oder eine Herausforderung mehr innere Stärke wünschen – etwa vor einem wichtigen Gespräch, einer Prüfung oder einer Entscheidung. Sie ist ein Coaching-Werkzeug und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Bei ernsthaften seelischen Belastungen gehört die Begleitung in fachkundige Hände.
Deinen inneren Mentor aktivieren?
In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir, welche Ressourcen dir gerade fehlen – und wie du sie gezielt für dein Ziel aktivierst.
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